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Zitate zum Thema "Armut"
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Das Elend der Vielen ist alt wie das Gebirge und wird von Kanzel und Katheder für unzerstörbar erklärt wie das Gebirge.
Bertolt Brecht, Leben des Galilei
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Das Herabsinken der großen Masse unter das Maß einer gewissen Subsistenzweise, die sich von selbst als die für ein Mitglied der Gesellschaft notwendige reguliert, - und damit zum Verluste des Gefühls des Rechts, der Rechtlichkeit, der Ehre, durch eigene Tätigkeit und Arbeit zu bestehen, - bringt die Erzeugung des Pöbels hervor, die hinwiederum zugleich die größere Leichtigkeit, unverhältnismäßige Reichtümer in wenige Hände zu konzentrieren, mit sich führt.
G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts
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Die Welt ist nicht da, um verbessert zu werden. Auch ihr seid nicht da, um verbessert zu werden. Ihr seid aber da, um ihr selbst zu sein. Ihr seid da, damit die Welt um diesen Klang, um diesen Ton, um diesen Schatten reicher sei. Sei du selbst, so ist die Welt reich und schön! Sei nicht du selbst, sei Lügner und Feigling, so ist die Welt arm und scheint der Verbesserung bedürftig.
Hermann Hesse, Politische Betrachtungen, Gesammelte Werke Bd. 10
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Es ist nämlich gefährlich, sich zur geistlichen Armut zu bekennen; denn wer arm ist, begehrt, und wer begehrt, zieht ein Schicksal auf sich. Ein schweizerisches Sprichwort sagt es drastisch: «Hinter jedem Reichen steht ein Teufel, und hinter jedem Armen - zwei.»
C.G. Jung, Archetypen
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H«ölle» - das ist für Jesus eben dieser Zustand kalter Lieblosigkeit, die es schafft, die Armut anderer, womöglich bei allem frommen Sprechen von Gott und bei aller moralisch-juristischen Korrektheit, einfach zu übersehen; das ist der Zustand, in dem Menschen sich eingerichtet haben, ohne daß ihnen noch irgend etwas zu fehlen scheint; und doch fehlt ihnen alles: Menschlichkeit, Wärme, Barmherzigkeit. Solche Menschen «kommen» nicht in die «Hölle», sie leben in der Hölle, ohne es zu merken.
Eugen Drewermann, Jesus von Nazareth, Befreiung zum Frieden
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In den Städten ist das Leben kleiner
Als hier in meinem Haus auf dem Hügel.
In der Stadt versperren die großen Häuser die Aussicht,
Verdecken den Horizont, stoßen unseren Blick weit fort
vom Himmel.
Machen uns klein, denn sie nehmen uns, was unsere Augen uns
geben können,
Und machen uns arm, denn unser einziger Reichtum ist Sehen.
Fernando Pessoa, Alberto Caeiro - Poesias, Poesie
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Je mehr es Dinge in der Welt gibt, die man nicht tun darf,
desto mehr verarmt das Volk [...].
Je mehr die Gesetze und Befehle prangen,
desto mehr gibt es Diebe und Räuber.
Laotse, Tao te king, Richard Wilhelm (Übers.)
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Nicht wer wenig hat, sondern wer mehr begehrt, ist arm.
Seneca, Vom glückseligen Leben
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So bleibt die grundlegende Frage der politischen Philosophie immer noch jene, die Spinoza zu stellen wußte (und die Reich wiederentdeckt hat): Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? [...]. Wie Reich sagt, liegt das Erstaunliche nicht darin, daß Leute stehlen, andere streiken, vielmehr darin, daß die Hungernden nicht immer stehlen und die Ausgebeuteten nicht immer streiken.
Gilles Deleuze/Félix Guattari, Anti-Ödipus
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Wenn du nicht zufrieden sein kannst,
wirst du arm sein, auch wenn du reich bist.
Wenn du zufrieden sein kannst,
wirst du reich sein, auch wenn du arm bist.
Meister Hsing Yun, Wahrhaftig leben. Buddhistische Ethik im Alltag
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