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Zitate zum Thema "Arzt"
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Der Schamane ist Priester und Arzt in einem. Die moderne Gesellschaft splittet diese Berufs-Berufung in zwei Bereiche auf: für das geistig-seelische Anliegen sei die Kirche zuständig, für das Gesundheitswesen die Ärzteschaft.
Der heutige Therapeut steht dazwischen, da die veräußerte Amtskirche in weiten Teilen ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht wird. Ein Therapeut, der das «Heilen» und das «Zum Heile führen» als seine Aufgabe ansieht, verbindet damit die körperliche Heilarbeit mit der spirituellen Heilweise.
Gottwald/Rätsch, Schamanische Wissenschaften
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Es ist heute wohlbekannt, daß die Sterbezahlen an Spitälern abnehmen, wenn die Ärzte streiken - liegt das an der Inkompetenz der Ärzte, oder weist es auf einen Fehler der Ideen, die ihrem Beruf zugrunde liegen?
Paul Feyerabend, Erkenntnis für freie Menschen
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Jeder wahre Lehrer, jeder Arzt, jeder Therapeut, aber auch jeder Seelsorger kennt den eigentümlichen Sprung, der sich in seiner Beziehung zu dem ihm aufgegebenen Menschen vollzieht in dem Augenblick, in dem er nicht anders kann, als sich dem anderen gegenüber selbst zu öffnen und nun durch sein Amtskleid hindurch als der ganze Mensch hervortritt und so dem anderen als er selbst begegnet. Bei allen Gefahren, die damit verbunden sind - er weiß und spürt es: Erst jetzt erreicht er den anderen wirklich von Person zu Person.
Karlfried Graf Dürckheim, Vom doppelten Ursprung des Menschen
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Krankheit ist der Arzt, auf den man am besten hört: der Güte und der Weisheit machen wir nur Versprechungen; dem Schmerz gehorchen wir.
Marcel Proust
Marcel Prousts treffende Bemerkung über Weisheit und Schmerz unterstreicht die Tatsache, daß wir zwar für den Kurs, den wir im Leben steuern, sehr verantwortlich sind, daß wir aber wirkliche Veränderungen meist erst dann in Gang setzen, wenn der gegenwärtige Zustand unerträglich geworden ist. Mythisch zu leben bedeutet, Lebensbereiche, in denen der leitende Mythos veraltet oder aus anderen Gründen unbrauchbar geworden ist, zu erkennen, bevor man an den schlimmen Folgen zu leiden hat.
Marcel Proust, In: Feinstein/Krippner, Persönliche Mythologie
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Unabhängig von den Dingen, mit denen wir an einem beliebigen Tag konfrontiert werden - die Kündigung einer Arbeitsstelle, die Auflösung einer Beziehung, der Verlust unseres Glückes, eine schlechte Diagnose beim Arzt -, wir müssen lernen, solche Enthüllungen mit der Einstellung "Nichts von alledem kann mich erschüttern" zu bewältigen. Wir werden zum unerschütterlichen Objekt, das dann die unwiderstehliche Kraft ausstrahlt, um die Einschüchterung, die Bedrohung und den Urteilsspruch auf dramatische Weise zu transformieren.
John Randolph Price, Engel-Kräfte
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Und dennoch handeln die meisten Menschen nicht so, sondern sie nehmen Zuflucht zur Theorie, glauben «Philosophen» zu sein und so zur sittlichen Tüchtigkeit zu gelangen. Sie halten es wie jene Kranken, die mit Eifer auf den Arzt hinhören, aber nichts von dem tun, was er anordnet. Sowenig nun letztere durch ein solches Verfahren zur Gesundheit des Leibes kommen werden, sowenig die ersteren durch ein derartiges «Philosophieren» zur Gesundheit der Seele.
Aristoteles, Nikomachische Ethik
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Zen-Geschichten (29)
Ein junger Arzt mit dem Namen Shotei fragte Ryokan: «Ich möchte reich sein. Wie kann ich zu mehr Geld kommen?» Ryokan antwortete ihm: «Sei einfach ein guter Arzt, und sei nicht geizig.»
Ryokan, Alle Dinge sind im Herzen
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