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Zitate zum Thema "Bild"
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Aber wenn Geist allein dasteht, als nacktes Hauptwort, kahl wie ein Gespenst, dem man ein Leintuch borgen möchte, - wie ist es dann? Man kann die Dichter lesen, die Philosophen studieren, Bilder kaufen und nächteweise Gespräche führen: aber ist es Geist, was man dabei gewinnt? Angenommen, man gewönne ihn: aber besitzt man ihn dann? Dieser Geist ist so fest verbunden mit der zufälligen Gestalt seines Auftretens! Er geht durch den Menschen, der ihn aufnehmen möchte, hindurch und läßt nur ein wenig Erschütterung zurück. Was fangen wir mit all dem Geist an? Er wird auf Massen von Papier, Stein, Leinwand in geradezu astronomischen Ausmaßen immer von neuem erzeugt, wird ebenso unablässig unter riesenhaftem Verbrauch von nervöser Energie aufgenommen und genossen: Aber was geschieht dann mit ihm? Verschwindet er wie ein Trugbild? Löst er sich in Partikel auf? Entzieht er sich dem irdischen Gesetz der Erhaltung?
Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften - Roman/I. Erstes und zweites Buch
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Alan Watts beschreibt die Arbeitsweise des taoistischen Malers Cheng Jung folgendermaßen: Wenn dieser betrunken war, ließ er dem Yin freien Lauf; erschuf er Wolken, indem er Tusche auf seine Bilder spritzte und Nebel, indem er Wasser ausspie. Dann stieß er einen mächtigen Schrei aus, ergriff seinen Hut und schmierte damit seine Zeichnung in groben Zügen hin. Wenn er dann wieder nüchtern war, beendete er seine Arbeit mit einem richtigen Pinsel (Yang).
Michael Page, Tao der Kraft, Östliche Weisheit für das westliche Leben
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Archetypische Bilder von bestimmten Gottheiten können auch außerhalb von Tod- und Wiedergeburtserlebnissen auftauchen, nämlich im Rahmen psychedelischer oder holotroper Erfahrungen, die reinen transpersonalen Charakter haben.
Stanislav Grof, Das Abenteuer der Selbstentdeckung
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Aus demselben unwirklichen, magischen Stoff waren nachts die Träume gewoben, ein Nichts, das alle Bilder der Welt in sich enthielt, ein Wesen, in dessen Kristall die Formen aller Menschen, Tiere, Engel und Dämonen als allzeit wache Möglichkeiten wohnten.
Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, Gesammelte Werke Bd. 8
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Das in jüngster Zeit explodierende Interesse an alternativen Behandlungsmethoden - ganz zu schweigen von Disziplinen wie der Psychoneuroimmunologie - hat deutlich gezeigt, dass die inneren Zustände der Person (ihre Emotionen, ihre psychologischen Einstellungen, inneren Bilder und Absichten) sowohl für die Ursache als auch für die Behandlung jeder physischen Krankheit eine entscheidende Rolle spielt.
Ken Wilber, Integrale Spiritualität
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Das Merkwürdige und Paradoxe in der Trauerarbeit, die sich in der Trennung einstellt, ist, daß sie, um das Leben zu erhalten, mit einer Verdrängung operiert, die sich gegen das Lebende richtet. Das Problem der Trennung ist das Problem des Todes zwischen Lebenden. Die Trennung ist der Einbruch des Todes in das menschliche Bewußtsein - nicht «bildlich», sondern konkret und buchstäblich.
Igor A. Caruso, Die Trennung der Liebenden
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Das Synchronizitätsphänomen besteht also aus zwei Faktoren: 1. Ein unbewußtes Bild kommt direkt (wörtlich) oder indirekt (symbolisiert oder angedeutet) zum Bewußtsein als Traum, Einfall oder Ahnung. 2. Mit diesem Inhalt koinzidiert ein objektiver Tatbestand.
C.G. Jung, Synchronizität, Akausalität und Okkultismus
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Das Urbild eines guten Kunstwerks ist nicht eine wirkliche, lebende Gestalt, obwohl sie der Anlaß dazu sein kann. Das Urbild ist nicht Fleisch und Blut, es ist geistig. Es ist ein Bild, das in der Seele des Künstlers seine Heimat hat.
Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, Gesammelte Werke Bd. 8
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Denken kommt auf dem Bildschirm nicht gut an, das haben die Programmdirektoren schon vor langer Zeit herausgefunden. Es gibt dabei nicht viel zu sehen.
Neil Postman, Wir amüsieren uns zu Tode
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Der Strom der Gedanken, Bilder und Gefühle, der jederzeit durch uns hindurchfließt, er hat eine solche Wucht, dieser reißende Strom, daß es ein Wunder wäre, wenn er nicht alle Worte, die jemand anderes zu uns sagt, einfach wegschwemmte und dem Vergessen übereignete, wenn sie nicht zufällig, ganz und gar zufällig, zu den eigenen Worten passen.
Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon
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