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Zitate zum Thema "Ideale"
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Alle Kinder idealisieren ihre Eltern; auf diese Weise sichern sie ihr Überleben.
John Bradshaw, Das Kind in uns
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Die Menschen können sich sträuben, anzuerkennen, daß Engel in ihnen Zukunftsideale auslösen wollen, aber es ist doch so. Und zwar wirkt ein ganz bestimmter Grundsatz bei dieser Bilderformung der Angeloi. Es wirkt der Grundsatz, daß in der Zukunft kein Mensch Ruhe haben soll im Genusse von Glück, wenn andere neben ihm unglücklich sind.
Rudolf Steiner, Vom Wirken der Engel
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Eine Verbesserung der Bedingungen auf der Welt ist im wesentlichen nicht von wissenschaftlicher Kenntnis, sondern vielmehr von der Erfüllung humaner Traditionen und Ideale abhängig.
Albert Einstein, Einstein sagt
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Er haßt heimlich wie den Tod alles, was so tut, als stünde es ein für allemal fest, die großen Ideale und Gesetze, und ihren kleinen versteinten Abdruck, den gefriedeten Charakter. Er hält kein Ding für fest, kein Ich, keine Ordnung; weil unsere Kenntnisse sich mit jedem Tag ändern können, glaubt er an keine Bindung, und alles besitzt den Wert, den es hat, nur bis zum nächsten Akt der Schöpfung, wie ein Gesicht, zu dem man spricht, während es sich mit den Worten verändert.
Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften - Roman/I. Erstes und zweites Buch
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Es gibt wohl hier und da auf Erden eine Art Fortsetzung der Liebe, bei der jedes habsüchtige Verlangen zweier Personen nacheinander einer neuen Begierde und Habsucht, einem gemeinsamen höheren Durste nach einem über ihnen stehenden Ideale, gewichen ist: aber wer kennt diese Liebe? Ihr rechter Name ist Freundschaft.
Friedrich Nietzsche, Werke II - Die fröhliche Wissenschaft
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Schon Goethe stand dem «Erkenne dich selbst» der Selbsterkenntnis durch Selbstanalyse sehr skeptisch gegenüber. Für ihn war aber die Tat als Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen noch etwas Selbstverständliches. Er besaß ein freilich nicht formuliertes, aber dennoch jederzeit feststehendes System von Idealen. Indem er diesen Idealen nachstrebte, entstanden notwendig Taten, die wegen ihrer innigen Beziehung zu den Idealen bedeutsam werden. Die Selbsterkenntnis wird so ein Nebenprodukt der Taten. Indem der Mensch konkret gesellschaftlich handelt, erkennt er sich selbst.
Georg Lukács, Russische Literatur
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Seltsam: Er der ewig Beunruhigte, sieht in dem gelassenen, geklärten Menschen die höchste Form des Lebens, der Zwiespältige postuliert als letztes Ideal die Einheit, der Empörer die Unterwerfung. Seine Gottesqual ist in ihnen Gotteslust geworden, seine Zweifel Gewißheit, seine Hysterie Gesundung, sein Leid ein allumfassendes Glück. Das Letzte und Schönste der Existenz ist für ihn, was er selbst, der Bewußte und Überbewußte, nie gekannt und was er darum für den Menschen als das Erhabenste ersehnt: Naivität, Kindlichkeit des Herzens, die sanfte, die selbstverständliche Heiterkeit.
Stefan Zweig, Drei Meister
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Und wie alle nichtdualen Weisen überall auf der Welt stießen auch die Idealisten auf das Unerhörte und völlig paradox erscheinende Geheimnis, daß die endgültige Befreiung und Erlösung immer schon erreicht ist [...].
So sagt auch Hegel, daß das absolut Gute sich in der Welt allezeit selbst verwirklicht: Es braucht nicht auf uns zu warten, sondern ist bereits in seiner vollen Gänze erreicht.
Ken Wilber, Eros, Kosmos, Logos
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Wer wirklich gar nichts will als sein Schicksal, der hat nicht seinesgleichen mehr, der steht ganz allein und hat nur den kalten Weltenraum um sich. Wissen Sie, das ist Jesus im Garten Gethsemane. Es hat Märtyrer gegeben, die sich gern ans Kreuz schlagen ließen, aber auch sie waren keine Helden, waren nicht befreit, auch sie wollten etwas, was ihnen liebgewohnt und heimatlich war, sie hatten Vorbilder, sie hatten Ideale. Wer nur noch das Schicksal will, der hat weder Vorbilder noch Ideale mehr, nichts Liebes, nichts Tröstliches hat er! Und diesen Weg müßte man eigentlich gehen. Leute wie ich und Sie sind ja recht einsam, aber wir haben doch noch einander, wir haben die heimliche Genugtuung, anders zu sein, uns aufzulehnen, das Ungewöhnliche zu wollen. Auch das muß wegfallen, wenn einer den Weg ganz gehen will. Er darf auch nicht Revolutionär, nicht Beispiel, nicht Märtyrer sein wollen. Es ist nicht auszudenken.
Hermann Hesse, Demian, Gesammelte Werke Bd. 5
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