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Zitate zum Thema "Kampf"
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Apokalyptik ist die religiöse Form der Weltpreisgabe, wie sie allein in einer Lage entstehen konnte, in der sich die Einzelnen und Gruppen nur als ohnmächtige Zuschauer von Machtkämpfen zwischen überlegenen Gewalten empfanden.
Peter Sloterdijk, Zorn und Zeit
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Balance üben heißt keinem notwendigen Kampf ausweichen, keinen überflüssigen provozieren.
Peter Sloterdijk, Zorn und Zeit
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Beim Krieger gibt es noch Dualität; nicht mehr die Dualität des Ichbewußtseins, aber doch noch den Unterschied zwischen dem Handeln und dem Gegenstand des Handelns. Und genau da kommt der Mut ins Spiel - nicht zu zögern, weil sie das Handeln als das sehen, was es ist; nichts begrifflich deuten, sondern mit dem Geschehen selbst umgehen - und mitgehen, mitgehen. Und das ist nicht Kampf. Ein echter Krieger kämpft nicht. Er geht einfach Schritt für Schritt weiter, weil er weiß, was er zu tun hat, und weil er seine Fähigkeiten kennt. Er hinterfragt nichts. Die Eingebungen und Anstöße kommen aus der Situation selbst. Und wenn die Situation immer übermächtiger wird, geht auch immer mehr Energie mit ihr einher. Das ist wie im Judo. Sie benutzen die Situation als Ihre Kraft, anstatt gegen sie anzukämpfen.
Chögyam Trungpa, Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit
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Den Weg zu gehen, heißt immer wieder zur Aufmerksamkeit zurückzufinden, immer wieder das zu sehen, was gerade ist, zu üben, die eigene Wirklichkeit geduldig anzunehmen. Einen großen Schritt sind wir gegangen, wenn wir aufhören, mit anderen und vor allem gegen uns selbst zu kämpfen. Vielleicht lässt sich sagen, dass das Spirituelle beginnt, wenn wir entschlossen genug sind, den Kampf innen und im äußeren Leben zu beenden.
Ingo Benjamin Jahrsetz, Holotropes Atmen - Psychotherapie und Spiritualität
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Denn es ist eine Frage weit über das brasilianische Problem hinaus, ob das friedliche, sich selbst bescheidende Leben von Nationen und Individuen nicht wichtiger ist als der übersteigerte, überhitzte Dynamismus, der eine Nation gegen die andere zum Wettkampf und schließlich zum Kriege treibt, und ob bei dem hundertprozentigen Herausholen aller seiner dynamischen Kräfte noch etwas im seelischen Erdreich des Menschen durch dieses ständige doping, diese fiebrige Überhitzung eintrocknet und verdorrt.
Stefan Zweig, Brasilien
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Der besessene Spieler [...] befindet sich in einem verzweifelten Kampf, um die Glücksfee zu zwingen, sich ihm besonders geneigt zu zeigen, besonders nett zu ihm zu sein - vielleicht, weil er als Kind das Gefühl hatte, seine eigene Mutter hätte es an Zärtlichkeit fehlen lassen.
Bewußt ist er davon überzeugt, daß er am Ende gewinnen muß, gewinnen wird. Aber unbewußt weiß er, daß er verlieren muß, weil die Glücksfee ihm nicht gewogen sein wird. Und so geht es weiter und weiter, dem unvermeidlichen Abgrund entgegen; er wartet nur auf die «Ungerechtigkeit» des Verlustes, damit sich die Glücksfee als lieblos erweisen möge, genauso wie er sich einst als kleines Kind «grausam» von den Eltern behandelt fühlte.
Ernest Borneman, Psychoanalyse des Geldes
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Der Prophet ist der nach außen gerichtete Eiferer, der, vom religiösen Erleben besessen, seine Mitmenschen zum Gehorsam gegen Gott überreden und die Welt im Sinne Gottes verbessern will. Er bekehrt mit Seligkeitsversprechen und Androhung der Verdammnis, weicht dem Kampf nicht aus und erleidet, wenn er mit Traditionalisten zusammenstößt, oft einen gewaltsamen Tod.
Hans Wolfgang Schumann, Der historische Buddha
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Die Vollendung der Schwertkunst besteht nach Takuan darin, das[s] kein Gedanke mehr an Ich und Du, an den Gegner und sein Schwert, an das eigene Schwert und wie es zu führen sei, kein Gedanke mehr sogar an Leben und Tod das Herz bekümmert. «Alles also ist Leere: du selbst, das gezückte Schwert und die schwertführenden Arme.»
Eugen Herrigel, Zen in der Kunst des Bogenschießens
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Dies ist der von Nietzsche postulierte Grundkonflikt aller Zukunft: der Kampf zwischen den Kleinzüchtern und den Großzüchtern des Menschen - man könnte auch sagen zwischen Humanisten und Superhumanisten, Menschenfreunden und Übermenschenfreunden.
Peter Sloterdijk, Regeln für den Menschenpark
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Festhalten entsteht durch zweierlei: dadurch, dass wir versuchen, angenehme Gefühle über ihre natürliche Dauer hinaus zu verlängern oder am liebsten zu verewigen, und dadurch, dass wir versuchen, unangenehme zu verkürzen oder am liebsten abzutöten. So kämpfen wir ständig gegen den natürlichen Fluss der Gefühle.
Safi Nidiaye, Das Tao des Herzens
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