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Zitate zum Thema "Leere"
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All die Macht, über die man verfügt, nicht auszuüben, heißt, die Leere zu ertragen.
Simone Weil, Cahiers 2
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Aussteigen bedeutet in seiner wahren Funktion also in erster Linie das bewußte Abtrennen Ihrer Gebundenheit an falsche Gefühle, an die Leere und Inhaltslosigkeit emotional erscheinender Denkvorgänge und die Zuwendung zu wirklichen Empfindungen, die aus Ihrem Selbst kommen. Dadurch finden Sie Kontakt mit sich selbst, und daraus erwächst große Energie.
Theo Fischer, Wu wei
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Bei einem solchen Maler ist jeder Pinselstrich Schöpfungswerk - und er kann nicht noch einmal gemacht werden, weil Schöpfung keine Wiederholung erlaubt [...].
Wenn auch nur ein einziger seiner Pinselstriche absolut ist, vollkommen - wie sollte dann die ganze Bildstruktur oder Komposition wiederholt werden können ...?
Genauso ist jede Minute eines Menschenlebens - so lange dieses Ausdruck seines inneren Selbst ist - original, göttlich, schöpferisch und kann nicht wiederholt, nicht korrigiert werden. So ist jedes individuelle Leben ein großes Kunstwerk. Ob man daraus ein unnachahmliches Meisterwerk macht oder nicht - das hängt davon ab, wie bewußt uns das Wirken von sunyata in uns ist.
D.T. Suzuki, Der westliche und der östliche Weg
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Buddha, Lao Tse, die Zen-Weisen haben von der Bedeutung von Leere, Nichts, Mu (=nichts), Wu Wei (=nichts wollen, nichts tun) gesprochen. Ein westliches Religionsverständnis und Wissenschaftsdenken, das Religion und Spiritualität aus Büchern und Schriften verstehen will und nur selten auf den Gedanken kommt, die Essenz einer Religion selbst erfahren zu wollen, hat dies als «Weltflucht», «Untätigkeit», «Passivität», «Negativität», «Nein zur Schöpfung», gar «Nein zu Gott» fehlinterpretiert.
Joachim-Ernst Berendt, Das Leben - ein Klang
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Das alleinige Streben nach Lust führt zwar zu einer körperlichen Befriedigung, aber zu seelischer Leere. Wenn keine Liebe da ist, hinterläßt die Lust eine besonders kraß empfundene Leere, sie ist seelisches Leid und seelischer Schmerz.
Peter Lauster, Die Liebe. Psychologie eines Phänomens
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Das Gefühl der inneren Leere ist eine Form der chronischen Depression, so als trauere man ständig um den Verlust des eigenen, wahren Selbst.
John Bradshaw, Das Kind in uns
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Das mystische Ich ist die Erweiterung des mir persönlich zugeordneten offenen Ichs, es ist etwas Pulsierendes, das aufblüht und sich wieder zusammen faltet. In ihm sind wir durchlässig, wir sind mehr die Empfangenden.
Hans-Peter Dürr, Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen
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Den Stoß verdeckter Spielkarten gibt es gar nicht. In jedem Augenblick wird eine leere Karte neu gemalt. Die zukünftige Welt ist ein Gesamtkunstwerk, wo alles jetzt Bestehende mitmalt, aber mit unterschiedlichem Einfluss. In der Physik sprechen wir von Erwartungsfeldern, deren Überlagerung die zukünftigen Möglichkeiten einer Realisierung vorbereitet mit recht unterschiedlichen Auswirkungen.
Hans-Peter Dürr/Raimon Panikkar, Liebe - Urquelle des Kosmos
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Der Kosmos ist überwiegend leer, aber diese Leere ist eine «lebende Leere», die im endlosen Rhythmus von Erzeugung und Vernichtung pulsiert. Diese Leere ist voll von Ch'i, wie die Chinesen die geheimnisvolle Lebenskraft nennen, weshalb es so etwas wie «Nichts» nicht gibt.
Christa Zettel, Das Geheimnis der Zahl
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Der Lebensbaum entsteht in der Leere, in der weiten, strahlenden Leere des Raumes. Zuerst ist da ein sehr feiner «geistiger Impuls» - der schöpferische Impuls. Dann wird dieser sehr feine spirituelle Impuls fühlbarer: ein Gedanke, ein klarer eindeutiger Antrieb, etwas zu erschaffen. Ist der Impuls erst einmal zum Gedanken geworden, gewinnt er Schwungkraft und wird zum Gefühl, zum emotionalen Impuls. Dieses Gefühl, unterstützt von dem dauernden Gedanken, manifestiert sich bald in physischer Form, als Objekt, das wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können.
Marcus Allen, Tantra für den Westen
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