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Zitate zum Thema "Osten - Östliche Lehren"
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Das Schweigen als Weg zu Erfahrungen, in denen der Mensch das Sein in sich spürt, wird geübt in der Kunst der Meditation, d. h. in schweigender Versenkung im Za-Zen. Die besondere Übung wird getragen und geschützt von einer Kultur der Stille, wie sie für den Osten überhaupt und besonders für Zen bezeichnend ist.
Karlfried Graf Dürckheim, Zen und wir
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Der östliche Geist bezieht alle Dinge auf das transzendente Ich, wenn auch nicht immer bewußt, er sieht sie letztendlich in ihm begründet, während der westliche Geist sich an das relative Ich hält und von ihm ausgeht.
D.T. Suzuki, Der westliche und der östliche Weg
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Der Osten basiert sein Denken und seine Bewertung der Tatsachen auf einem anderen Prinzip. Wir kennen nicht einmal ein Wort für dieses Prinzip. Der Osten hat natürlich ein Wort für dieses Prinzip, aber wir verstehen es nicht. Das östliche Wort ist Tao. Mein Freund McDOUGALL hat einen chinesischen Studenten, und den fragte er einmal: «Was genau verstehen Sie unter Tao?» Typisch westlich! Der Chinese erklärte, was Tao ist, und er antwortete: «Ich verstehe immer noch nicht.» Da ging der Chinese auf den Balkon und sagte: «Was sehen Sie?» «Ich sehe eine Straße und Häuser und spazierengehende Leute und vorüberfahrende Trams.» «Was noch?» «Bäume.» «Was noch?» «Der Wind weht.» Der Chinese warf seine Arme hoch und sagte: «Das ist Tao.»
C.G. Jung, Über Grundlagen der analytischen Psychologie, Die Tavistock Lectures 1935
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Die Wiedergeburtslehre verspricht der Glaubenskern einer «postmaterialistischen Gesellschaft» zu werden, eine kulturübergreifende Einheitsreligion, die irgendwie alles mit allem in Einklang bringt: Religion und Wissenschaft, Mystik und Aufklärung, Ost und West, gerade noch rechtzeitig zum Aufbruch ins «Neue Zeitalter». Einen «Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit» nannte schon Friedrich Nietzsche «die Lehre von der Wiedergeburt».
Harald Wiesendanger, Wiedergeburt
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Im «östlichen Geist», sagt Meister Suzuki, «ist etwas von einer großen Stille, ein Unstörbares, so als blicke er immer in die Ewigkeit. Diese Stille ist nicht Abwesenheit von Leben. Es ist vielmehr die Stille des Abgrundes der Ewigkeit, darin alle Dinge "daheim" sind.»
Karlfried Graf Dürckheim, Zen und wir
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Im Laufe des Lebens gewöhnen wir uns so an ständige Wiederholungen, dass die Zeit immer schneller zu vergehen scheint. War in der frühen Kindheit noch alles voller Geheimnis und Abenteuer, scheint nun alles nach «Schema F» abzulaufen. Und tatsächlich - das bestätigen die östlichen Lehren und die zeitgenössischen westlichen Wissenschaftler -, was stets wiederholt wird, gräbt Furchen wie ein kleiner Bach, der in seinem Bett immer schneller fließt. Und dann entsteht womöglich das Gefühl, unaufhaltsam im Getriebe des Alltags auf das Ende, das Grab zugeschoben zu werden. Ein ziemlich trostloser Tanz.
Salvesen/Brandes, Leben im Rhythmus
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In allen östlichen Weisheitstraditionen wird die Meisterschaft darin gesehen, dass da niemand mehr ist, der kontrolliert oder irgendetwas will. Der Meister verschwindet als Akteur. Er wird zum Atmen, zum Tanz der Körperübung, sei es Schwertkampf, Kung Fu, Bogenschießen oder Tuschmalerei. Alles geschieht von selbst - in einem stetigen Fluss, wie Musik.
Salvesen/Brandes, Leben im Rhythmus
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Ost und West sind wie die zwei Seiten unseres Gehirns: die eine ist den Tatsachen zugewandt, die andere besitzt die Fähigkeit zur Imagination. Die Fähigkeit des Ostens zur Imagination sollte die Tatsachenorientierung des Westens kompensieren und umgekehrt.
Lama Anagarika Govinda, In: Wissenschaftler und Weise, Renée Weber (Hrsg.)
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Psychologen stellen fest, daß viel mehr Menschen, als man glaubt, nicht zu viel, sondern zu wenig Ich haben. Und in der grundsätzlichen Forderung, das «Ich fallen zu lassen», wittert manch einer sogleich die typisch östliche Gefahr der Entpersönlichung, der Treulosigkeit gegen einen Grundpfeiler europäischen Denkens, fürchtet das Verschwinden im Nichts, die Auflösung im All-Einen. Anthroposophen bangen um ihren «Christusimpuls aus dem Ich». Nichts von alledem ist gemeint. Es geht überhaupt nicht um eine Vernichtung des Ich, sondern um eine Verwandlung des nur weltbezogenen Ichs. Es geht um die Verwandlung des Menschen, der allein von seinem Welt-Ich bestimmt ist. Auch ist nicht die Verneinung der Welt gemeint, sondern Überwindung des Haftens an ihr.
Karlfried Graf Dürckheim, Zen und wir
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Selbst wenn ein Mensch hundert Jahre alt wird,
Ist doch sein Leben wie schwimmendes Wassergras,
ostwärts, westwärts, ohne eine Zeit der Ruhe.
Shakyamuni entsagte seiner adligen Herkunft
und widmete sein Leben,
Um andere davor zu bewahren sich selbst zu zerstören.
Achtzig Jahre auf dieser Erde,
Fünfzig Jahre das Dharma verkündend,
Schenkt er die Sutren als ein ewiges Erbe;
Selbst heute noch eine Brücke.
um ans andere Ufer zu gelangen.
Ryokan, Eine Schale, Ein Gewand
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