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Zitate zum Thema "Schwert"
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Die Vollendung der Schwertkunst besteht nach Takuan darin, das[s] kein Gedanke mehr an Ich und Du, an den Gegner und sein Schwert, an das eigene Schwert und wie es zu führen sei, kein Gedanke mehr sogar an Leben und Tod das Herz bekümmert. «Alles also ist Leere: du selbst, das gezückte Schwert und die schwertführenden Arme.»
Eugen Herrigel, Zen in der Kunst des Bogenschießens
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Warum Laotse die Moral verurteilt, das ist zunächst ihr formales Prinzip. Die Moral befiehlt. Sie kennt kein Sollen. Sie will Gesetze und Maßstäbe. Aber durch Gesetze und Maßstäbe wird gerade das Gegenteil von dem erreicht, was man will. Je mehr die Gesetze prangen, je lästiger das Sollen sich breit macht, desto mehr gibt es Diebe und Räuber; denn es ist ein Gesetz der Menschennatur, jedem Zwang zu widerstreben. Und der moralische Zwang ist der schlimmste. Darum ist die Moral das Dürftigste und Äußerlichste von allem, was den Menschen als Motiv vorgehalten wird. Sie kämpft mit stumpfem Schwert und bewirkt das Gegenteil von dem, was sie will.
Richard Wilhelm, In: Laotse, Tao te king
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Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr,
Sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.
Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
Auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstet.
Khalil Gibran, Der Prophet
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Zen-Geschichten (04)
In Korea gab es zur Zeit der Bürgerkriege einen ganz besonders grausamen General, der Menschen wahllos niedermetzelte und vor dessen Truppen alle flohen. Nur ein Zen-Meister machte keine Anstalten zu fliehen, als der General mit seinen Männern das Dorf einnahm. Der General ging in das Kloster, zog vor dem Meister sein Schwert und drohte: «Weißt du nicht, wer ich bin? Ohne mit den Wimpern zu zucken kann ich dich töten.» Der Zen-Meister erwiderte sanft: «Und du, weißt du nicht wer ich bin? Ich bin ein Mann, den man töten kann, ohne daß er mit der Wimper zuckt». Da verneigte sich der General und untersagte seinen Männern, das Dorf zu plündern.
Marco Aldinger, "Was ist die ewige Wahrheit?" "Geh weiter!"
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Zen-Geschichten (15)
Ein Soldat namens Nobushige kam zu Hakuin und fragte: «Gibt es wirklich ein Paradies und eine Hölle?»
«Wer bist du?» erkundigte sich Hakuin. «Ich bin ein Samurai», antwortete der Krieger. «Du ein Soldat!» rief Hakuin. «Welcher Herrscher mag dich wohl zur Schildwache haben? Dein Gesicht sieht aus wie das eines Bettlers.»
Nobushige wurde so wütend, daß er nach seinem Schwert griff, aber Hakuin fuhr fort: «So, du hast ein Schwert! Deine Waffe ist wohl viel zu stumpf, um mir den Kopf abzuschlagen.»
Als Nobushige sein Schwert zog, bemerkte Hakuin:
«Hier öffnen sich die Pforten der Hölle!»
Bei diesen Worten steckte der Samurai, der die Methode des Meisters erkannte, sein Schwert in die Scheide zurück und verneigte sich.
«Hier öffnen sich die Pforten des Paradieses», sagte Hakuin.
Paul Reps, Ohne Worte, ohne Schweigen, Paul Reps (Hrsg.)
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