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Zitate zum Thema "Staunen"
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Das Zurückgewinnen des verletzten Kindes in Ihnen erinnert an ein Zen-Erlebnis. Kinder sind von Natur aus Zen-Meister, ihre Welt entsteht in jedem Augenblick wieder völlig neu. Für das nicht verletzte Kind ist das Staunen natürlich. Das Leben ist ein Mysterium, das gelebt werden will. Die Heimkehr ist die Wiederherstellung des Natürlichen. Eine solche Wiederherstellung ist nicht grandios oder dramatisch, sondern zeigt einfach nur, wie das Leben sein sollte.
John Bradshaw, Das Kind in uns
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So fehlt also in unserem Leben zu unserem großen Erstaunen gerade der Hauptdarsteller, der wir zu sein glaubten; er ist nur eine vorübergehende, unpersönliche Ansammlung von Gemütszuständen. Wenn aber der Darsteller, für den wir uns hielten, nicht mehr existiert, dann gibt es auch seine Probleme und Ängste und seinen Tod nicht. Und alles wird plötzlich unsäglich leicht, Drama und Schrecken sind aufgehoben. Das ist die Befreiung, das Nirvana.
Piero Ferrucci, Unermesslicher Reichtum. Wege zum spirituellen Erwachen
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Und plötzlich zum ersten Mal sah ich ein Bild. Daß das ein Heuhaufen war, belehrte mich der Katalog. Erkennen konnte ich ihn nicht. Dieses Nichterkennen war mir peinlich. Ich fand auch, daß der Maler kein Recht hat, so undeutlich zu malen. Ich empfand dumpf, daß der Gegenstand in diesem Bild fehlt. Und merkte mit Erstaunen und Verwirrung, daß das Bild nicht nur packt, sondern sich unverwischbar in das Gedächtnis einprägt und immer ganz unerwartet bis zur letzten Einzelheit vor den Augen schwebt. Das alles war mir unklar, und ich konnte die einfache Konsequenz dieses Erlebnisses nicht ziehen. Was mir aber vollkommen klar war - das war die ungeahnte, früher mir verborgene Kraft der Palette, die über all meine Träume hinausging. Die Malerei bekam eine märchenhafte Kraft und Pracht. Unbewußt war aber auch der Gegenstand als unvermeidliches Element des Bildes diskreditiert.
Hajo Duechting, Wassily Kandinsky
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Zen-Geschichten (01)
Eines Tages drang ein Dieb in die Hütte des Zen-Meisters Shichiri Kojun ein: «Geld her oder ich werde dich töten!», drohte er. Kojun erwiderte ruhig: «Mein Geld ist dort drüben in der Schublade. Nimm es dir, aber vielleicht bist du so nett und läßt mir noch ein klein wenig übrig, da ich morgen nochetwas Reis einkaufen möchte.» Der Dieb war zwar sehr erstaunt, nahm sich dann aber doch fast das ganze Geld. Als er schon an der Tür war, sagte Kojun: «Wenn man etwas erhalten hat, sollte man sich auch dafür bedanken.» «Danke», erwiderte der Dieb kopfschüttelnd und verschwand. Wenig später wurde der Mann bei einem anderen Einbruch verhaftet, und er gestand, unter anderem auch den Zen-Meister bestohlen zu haben, der daraufhin zur Polizeiwache gerufen wurde. «Er hat auch euer Geld gestohlen, nicht wahr?», fragte der Polizist. «Oh nein, er hat mir nichts gestohlen. Ich gab ihm das Geld, und er bedankte sich dafür», sagte Kojun. Als der Mann seine wegen der anderen Vergehen gegen ihn verhängte Strafe verbüßt hatte, kam er zu Zen-Meister Kojun und bat darum, sein Schüler werden zu dürfen.
Marco Aldinger, "Was ist die ewige Wahrheit?" "Geh weiter!"
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Zen-Geschichten (07)
Ein Schüler kommt von einer Pilgerfahrt zurück, auf der er Satori hatte. Ehrfürchtig nähert er sich dem Meister, der ihn schweigend erwartet, und geht vor ihm auf die Knie. In dem Augenblick, in dem er den Kopf hebt und beginnen will, etwas zu sagen, sausen dreißig harte Stockschläge auf ihn nieder. «Aber Meister», fragt der Schüler erstaunt, «warum das? Ich habe doch noch kein einziges Wort gesagt.» Der Meister erwidert: «Hättest du auch nur ein Wort gesagt, es wäre zu spät gewesen».
Marco Aldinger, "Was ist die ewige Wahrheit?" "Geh weiter!"
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