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Zitate zum Thema "Substanz"
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Da der Augenblick ein Ende hat, muss er auch
einen Anfang und eine Mitte haben.
Da der Augenblick also eine dreiteilige Struktur besitzt,
kann die Welt nicht einen Augenblick lang bestehen.
Nagarjuna, Nagarjunas Juwelenkette, Jeffrey Hopkins (Hrsg.)
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Das Geburtspotential - die archetypische Substanz des Selbst - verändert sich während des gesamten Lebens nicht. Es stellt den dauerhaften Ausgangspunkt im Leben eines jeden Individuums dar; es ist die Samenform seiner Existenz und seiner Bestimmung.
Alexander Ruperti, Kosmische Zyklen
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Der Geist im Gegenteil ist eben das, in sich den Mittelpunkt zu haben; er hat nicht die Einheit außer sich, sondern er hat sie gefunden; er ist in sich selbst und bei sich selbst. Die Materie hat ihre Substanz außer ihr; der Geist ist das Bei-sich-selbst-Sein. Dies eben ist die Freiheit, denn wenn ich abhängig bin, so beziehe ich mich auf ein Anderes, das ich nicht bin; ich kann nicht sein ohne ein Äußeres; frei bin ich, wenn ich bei mir selbst bin. Dieses Beisichselbstsein des Geistes ist Selbstbewußtsein, das Bewußtsein von sich selbst.
G.W.F. Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, Theorie Werkausgabe Bd. 12
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Die Erfahrung des in-der-Zeit-Seins von Vorstellungen setzt gleichursprünglich Wechselndes «in mir» und Beharrliches «außer mir».
Martin Heidegger, Sein und Zeit
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DIE SCHAFFUNG DER ZUKUNFT hängt nach der Lehre der Kahunas von den Wünschen und Plänen der beiden niederen Selbste ab. Diese Wünsche und Pläne (aber leider auch unsere Befürchtungen) werden in Gedankenformen aus Schattenkörpersubstanz umgeformt und vom Hohen Selbst durch einen anscheinend automatischen Prozeß zur Ausrichtung und Konstruktion der Zukunft des betreffenden Individuums benutzt.
Max Freedom Long, Geheimes Wissen hinter Wundern
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Die Welt der Erscheinungen und Nirvana, Tätigkeit und bewegungslose Ruhe - alle sind aus der einen «Substanz».
Huang-Po, Der Geist des Zen, John Blofeld (Hrsg.)
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Dieser reine Geist, die Quelle von allem, scheint für immer und auf alle mit dem Glanz seiner eigenen Vollendung. Aber die Menschen in der Welt werden dessen nicht gewahr, da sie nur das für Geist halten, was sieht, hört, fühlt und weiß. Durch ihr eigenes Sehen, Hören, Fühlen und Wissen geblendet, erkennen sie nicht die geistige Herrlichkeit der Quellsubstanz. Doch würden sie endlich alles begriffliche Denken in einem Augenblick abwerfen, dann würde sich diese Quellsubstanz manifestieren, wie die Sonne, die in der Leere aufsteigt und das ganze Weltall ohne Hindernis oder Schranken erleuchtet.
Huang-Po, Der Geist des Zen, John Blofeld (Hrsg.)
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In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Mißgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unserer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst. Ich hatte aufgehört, mich mittelmäßig, zufallsbedingt, sterblich zu fühlen.
Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 1, In Swanns Welt,
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In Wirklichkeit also hängen alle Wesen und Erscheinungen, jedes Atom, jedes Energiequantum, voneinander ab und entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit. Nicht die Substanz ist der Ursprung der Welt, sondern die Beziehung.
D.T. Suzuki, Der Buddha der Liebe
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Materie ist nicht aus Materie zusammengebaut. Das bedeutet, der Urgrund der Materie ist nur eine innere Form oder Gestalt und dies in einem sehr allgemeinen Sinne: ein "Dazwischen". Wir können auch sagen: Es bedeutet so etwas wie: Im Grunde ist nur Beziehung, Verbindung, religio, connectedness, Prozesshaftigkeit, aber dieses alles ohne einen Bezug auf ein substanzielles Etwas, einen materiellen oder begreifbaren Urgrund. Hier versagt unsere Sprache.
Hans-Peter Dürr/Raimon Panikkar, Liebe - Urquelle des Kosmos
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