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Zitate zum Thema "Tempel"
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Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.
Denn wenn ihr das Brot gleichgültig backt, so backt ihr ein bitteres Brot, das den Hunger der Menschen nicht einmal zur Hälfte stillt.
Und wenn ihr mit Widerwillen die Trauben presst, so mischt euer Unwille ein Gift unter den Wein.
Wenn ihr auch wie Engel singt, ohne den Gesang zu lieben, so macht ihr der Menschen Ohren taub für die Stimmen des Tages und die Stimmen der Nacht.
Khalil Gibran, Sämtliche Werke
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Eines Tages schaute unser Meister Jamyang Khyentse sich «Lama-Tänze» vor dem Tempel des Königspalastes in Gangtok, der Hauptstadt Sikkims, an und amüsierte sich gerade über die Späße des Atsara, eines Clowns, der zwischen den Tänzen für Erheiterung sorgt. Doch Apa Pant gab keine Ruhe und fragte wieder und wieder, wie er meditieren solle. Schließlich antwortete mein Meister, in einem Ton, der Apa Pant spüren ließ, daß er es ihm nun ein für allemal klarmachen werde: «Schau, es ist so: Wenn ein vergangener Gedanke aufgehört hat und ein zukünftiger Gedanke noch nicht entstanden ist, gibt es da nicht eine Lücke?» «Ja», sagte Apa Pant. «Nun gut, verlängere sie! Das ist Meditation.»
Sogyal Rinpoche, Funken der Erleuchtung
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Es lebte einst ein Mann, der besaß einen Berg Nähnadeln. Eines Tages kam die Mutter Jesu zu ihm und bat ihn: «Freund, das Gewand meines Sohnes ist zerrissen, und ich muss es nähen, ehe er in den Tempel geht. Willst du mir nicht eine Nadel geben?»
Der Mann gab ihr keine Nadel, aber er hielt ihr eine wohlgesetzte Rede über Geben und Nehmen. Davon solle sie ihrem Sohn berichten, ehe er in den Tempel gehe.
Khalil Gibran, Sämtliche Werke
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Vom spirituellen Gesichtspunkt aus gesehen wird sowohl in der christlichen als auch in der hinduistischen Tradition der Körper häufig mit einem Tempel verglichen. Analog dazu können wir das dritte Auge als das Tor zum Tempel bezeichnen. Indem wir das Tor durchschreiten, begeben wir uns von der profanen in die geistliche Welt, von dem Zustand, in dem wir über das spirituelle Leben lesen und nachdenken, in den Zustand, in dem wir es erfahren.
Samuel Sagan, Tor zu inneren Welten
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Zen-Geschichten (32)
Tanzan und Eikido wanderten einmal eine schmutzige Straße entlang. Zudem fiel noch heftiger Regen.
Als sie an eine Wegbiegung kamen, trafen sie ein hübsches Mädchen in einem Seidenkimono, welches die Kreuzung überqueren wollte, aber nicht konnte.
«Komm her, Mädchen», sagte Tanzan sogleich. Er nahm sie auf die Arme und trug sie über den Morast der Straße.
Ekido sprach kein Wort, bis sie des Nachts einen Tempel erreichten, in dem sie Rast machten. Da konnte er nicht länger an sich halten. «Wir Mönche dürfen Frauen nicht in die Nähe kommen», sagte er zu Tanzan, «vor allem nicht den jungen und hübschen. Es ist gefährlich. Warum tatest du das?»
«Ich ließ das Mädchen dort stehen», sagte Tanzan, «trägst du sie immer noch?»
Paul Reps, Ohne Worte, ohne Schweigen, Paul Reps (Hrsg.)
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