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Zitate zum Thema "Wach - Wachsamkeit"
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Der beste Maßstab für deinen Grad an Bewusstheit ist, wie du mit den Herausforderungen des Lebens umgehst, wenn sie auf dich zukommen. Jemand, der schon unbewusst ist, neigt dann dazu, noch unbewusster zu werden. Ein bereits bewusster Mensch wird wesentlich bewusster. Du kannst eine Harausforderung benutzen, um aufzuwachen, oder du kannst sie benutzen, um noch tiefer zu schlafen. Der Traum gewöhnlicher Unbewusstheit verwandelt sich dann in einen Albtraum.
Eckhart Tolle, Jetzt! Die Kraft der Gegenwart
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Der Gegen-Mythos nimmt die Teile von einem selbst, die unter den Zwängen des alten Mythos verkümmert sind, wieder auf. In seiner Arbeit mit dem Unbewußten, seinen progressiven wie regressiven Kräften, war C.G. Jung der Pionier, der dies Territorium absteckte. Er sieht die Entwicklung der Persönlichkeit als eine Abfolge verschiedener Phasen, in denen neue Möglichkeiten, die Wirklichkeit zu organisieren, aus den unbewußten Tiefen der Seele auftauchen - in Richtung auf mehr Vollständigkeit und Ganzheit der Persönlichkeit. Der «schlafende Riese» in uns erwacht allmählich.
Feinstein/Krippner, Persönliche Mythologie
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Der psychisch Gesunde erlebt jeden Augenblick in voller Intensität und Wachheit. Mit seinem Denken verfälscht er nicht die Wirklichkeit aus Angst vor den Tatsachen. In seiner Psyche befinden sich keine Reste von unverarbeiteten Erlebnissen oder Gefühlen, da er sie in jedem Augenblick direkt verarbeitet. Wenn er Kummer oder Angst hat, dann verarbeitet er sie sofort und schiebt den Ärger nicht ins Unterbewußte ab. Wenn er traurig ist, dann ist er es sofort, und er lenkt sich nicht ab, sondern lebt seine Trauer im aktuellen Moment. Wenn er Angst hat, dann flieht er nicht nach vorn in die Aggression - um nur ein Beispiel zu nennen - oder zurück in die Anpassung, sondern er stellt sich der Angst, er gibt vor anderen und sich selbst zu, daß er Angst hat, und er lebt seine Angst durch, er steht zu ihr, er fühlt sie mit Aufmerksamkeit, denn nur so wird sie ihn nicht länger belasten, als sie ihn real belastet. Tage oder Wochen danach ist sie für ihn erledigt, sie kann ihn nicht mehr verfolgen, weder im Schlaf noch in der Realität. Jede zukünftige Angst ist dann eine neue Angst.
Peter Lauster, Die Liebe. Psychologie eines Phänomens
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Die Uhr könnte das Instrument der Unterdrückung gar nicht sein, das sie in unserer Gesellschaft geworden ist, wenn hier nicht der Mensch durch Triebverzichte immer schon «mit sich selbst ins Gedränge käme» und aus dem natürlichen Rhythmus von Spannung und Lösung, Wachsein und Ermüdung herausgeworfen würde.
Arno Plack, Die Gesellschaft und das Böse
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Dies Gewahrsein, ohne ein Innen oder Außen,
ist offen wie der Himmel.
Es ist allesdurchdringende Wachheit, frei von
Beschränkung und Voreingenommenheit.
Im weiten, offenen Raum dieses allumfangen-
den Geistes
manifestieren sich alle Phänomene von
Samsara und Nirvana wie Regenbogen am
Himmel.
In diesem Zustand unablässiger Bewußtheit
ist alles Erscheinende und Existierende wie
ein Spiegelbild -
es erscheint und ist doch leer, es tönt und ist
doch leer.
Sein Wesen ist Leerheit von Urbeginn an.
Tsogdruk Rangdrol
Ken Wilber, Eros, Kosmos, Logos
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Doch die träumende Seele durchbricht die Absichten und Selbsttäuschungen der wachen Seele, geht rücksichtslos über viele unserer falschen Vorstellungen hinweg, an denen wir ganz besonders hängen, und zeigt unsere Gefühle, wie sie wirklich sind.
Ann Faraday, Deine Träume - Schlüssel zur Selbsterkenntnis
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Ein ziellos umherschweifender Geist ist gefährlich. Er kann ohne ersichtlichen Grund in Erregung geraten. Deshalb muß der Geist ständig beobachtet werden. Der Schüler darf sich nie dem «Schlaf» hingeben; er muß ständig wachsam sein, aus dem Beobachteten lernen, die Gesetze erkennen, denen er unterworfen ist, Kontrolle über seinen Geist gewinnen und ihn lenken. Dieses ständig wachsende Gewahrsein befreit den Schüler allmählich von mechanischem Denken und Handeln.
Swami Sivananda Radha, Kundalini Praxis
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Einen Menschen vollkommen ernst nehmen heißt ihn vernichten. Denn vollkommen ernst genommen zu werden überfordert uns. Die Vernunft eröffnet uns eine Dimension, von der wir zugleich erkennen, daß sie nicht ausfüllbar ist. Niemand ist vollkommen erwacht. Natürlichkeit ist Unbewußtheit. Das «Sie wissen nicht, was sie tun» kommentiert alles menschliche Handeln, das nicht Ausdruck der Liebe ist, und ist zugleich das Argument für die Bitte: «Vergib ihnen».
Robert Spaemann, Glück und Wohlwollen
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Erfolgreiches Handeln erfordert Entspannung. Sie sollte sich aber nicht in einem «In-sich-Zusammenfallen» von Körper oder Bewußtsein manifestieren, sondern eher der wachsamen Geschmeidigkeit einer Katze ähneln. Wachsame Geschmeidigkeit beinhaltet das für die jeweilige Situation erforderliche Maß an lebenspendender, als Tonus bezeichneter Spannung.
Dennis Lewis, Das Tao des Atmens
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Es könnte also sein, daß dionysisch wache Individualitäten gerade keine Wirklichkeitsflüchter sind, sondern daß sie diejenigen wären, die es in der Nähe zum Schmerzlustgrund aushalten - mit all den Folgen, die dieses Aushalten für den Stoffwechsel zwischen Individuum und Natur, Leben und Gesellschaft zeitigt; - während umgekehrt die völlig politisierten, vollvergesellschafteten und durchmoralisierten Subjekte diejenigen wären, die bei der organisierten Flucht vor der furchtbaren Wahrheit die erfolgreichsten gewesen wären.
Peter Sloterdijk, Der Denker auf der Bühne
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