Im germanischen Sprachgebrauch bedeutet das Wort heil gesund, unversehrt, gerettet. Die anglikanische Sprachwurzel von heil ist whole, was sowohl ganz und vollständig bedeutet als auch gesund und heil. Der Wunsch nach Heilung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Das größte Unheil, das uns widerfahren kann, ist das schmerzliche Gefühl, nicht ganz zu sein.
Dann sind wir in der "Hölle", die etymologisch auf die gleiche Sprachwurzel zurückzuführen ist (engl. whole).
Die Hölle ist der Teil von uns, der in unserem Bewusstsein vom Ganzen abgespalten ist.
Auch wenn es uns manchmal so vorkommt, sind wir als Menschen nie ganz in der Hölle. Das Lebendige in uns hat prinzipiell jederzeit die Möglichkeit, das Abgespaltene zu integrieren, das heißt mit neuem Leben zu erfüllen.
Gelegentlich haben wir das Gefühl, in einem schwarzen Loch zu stecken, aus dem es kein Entkommen gibt. Wir identifizieren uns dann so vollkommen mit dem Abgespaltenen, dass wir aus eigener Kraft keinen Zugang zum Ganzen glauben finden zu können.
Wie Energiepartikel in einem Schwarzen Loch (im astronomischen Sinne) sind wir in Lichtferne gerückt. Als hochkomprimierte dunkle Materie bleibt uns scheinbar nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass uns wieder neues Leben eingehaucht wird.
Jedoch haben wir als Menschen jederzeit Zugang zu einem Heilmittel, das uns schlagartig aus dem Höllenbardo der Abspaltung und Isolation befreien kann:
Sobald wir das "Böse" in uns und außerhalb von uns nicht mehr verteufeln, sondern aus jeder scheinbar zerstörerischen Kraft neue Lebendigkeit beziehen können, befinden wir uns bereits auf dem Weg zur Ganzheit, also in einem Heilungsprozess:
Dunkle Materie verwandelt sich in helles Licht.
Die metaphysische und die physische Ebene dieses Heilungsprozesses sind zwei Aspekte ein und desselben Vorgangs.
Metaphysisch bedeutet Heilung das Bewusstwerden der Ganzheit, das heißt das Werden seelischer Gesundheit.
Physisch wird Heilung erlebt als das sinnliche Gefühl der Ganzheit, das heißt als körperliche Gesundung.
Seelische und körperliche Krankheiten sind blockierte Energien und als solche das wahrnehmbar gewordene Abgespaltene. Sie lenken unser Spürbewusstsein auf blockierte Energien und ermöglichen damit erst den Heilungsprozess.
Deshalb sind sich die Weisen aller Zeiten und Himmelsrichtungen weitgehend darin einig, dass der Weg der Befreiung aus dem Leid durch das Leid führt:
Der Weg ins Jetzt der Freude ist mit Steinen transformierten Leids gepflastert.
Wer die heilsame Botschaft einer Krankheit ignoriert, kuriert bestenfalls an Symptomen. Deshalb steht am Anfang jeder nachhaltigen Heilung und Selbstheilung das Verstehen des gegenwärtigen "Unheils" als Heilmittel.
Dieser Anfang ist die Hälfte vom Ganzen. Die zweite Hälfte besteht in der Auswahl und Durchführung geeigneter Methoden der Heilung und Selbstheilung, wie sie unter anderem auf den einzelnen Seiten dieser Website zu finden sind (in komprimierter Form auf der Seite Beratung).
Heilung und Selbstheilung sind keineswegs auf spezifische Heilverfahren beschränkt. Wer meditativ wach durchs Leben wandelt, dem begegnen Heilenergien auf Schritt und Tritt.
Jedes Wesen - ob Mensch, Tier, Pflanze, Landschaft, Musik, Gemälde usw. - in dem wir uns so wahrnehmen und widerspiegeln können, wie wir wirklich sind, ist ein leuchtend schwingendes Instrument der göttlichen oder kosmischen Heilkraft.
Heilung bedeutet also sich wahrzunehmen und wahrgenommen zu werden als das Wesen, das man im jeweiligen Augenblick ist.
Heilung ist die Wirkkraft des göttlichen Lichts, in dem Licht und Schatten eins sind.
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| In unseren Händen steckt Energie für Heilung und Selbstheilung. |
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| Wenn wir Heilenergie empfangen, sind wir wie elektrisiert. David Bohm bezeichnete einmal Materie als gefrorenes Licht. So gesehen bedeutet Heilung "Entmaterialisierung". |
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| Die physische Heilkraft des Lichtes ist messbar - die seelische unermesslich. |
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| Wer als Heiler in Kontakt ist mit der universellen Heilenergie, hat das Gefühl, unzählige Lichtgestalten würden die Heilkraft zur Verfügung stellen. |
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| In der Mitte befindet sich das Zeichen für das Aum- oder Om-Mantra. Die Rezitation von Mantras ist ein hochwirksames Mittel der Selbstheilung. |
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| Ein natürliches Mandala Spürst du die Heilkraft, die in einem solchen Ort schlummert? |
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| Hans Höting beschreibt in seinem Buch Qi-Gong-Kugeln die faszinierende Heilkraft, die entfesselt wird, wenn wir mit den Kugeln jonglieren. |
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| Arthur Janov entwickelte mit seiner Urschrei-Therapie eine befreiende Technik, die sich ausgezeichnet als Selbstheilungsmethode eignet. |
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| Ein schöner Sonnenuntergang ist ein Naturerlebnis der besonderen Art. Den meisten Menschen ist heute die Fähigkeit abhanden gekommen, ein solches Naturereignis bis in die tiefsten Tiefen der eigenen Seele eindringen zu lassen und die Heilkraft, die darin schlummert, zur Wirkung kommen zu lassen. Natur steckt voller Mystik. Wahrnehmen können wir sie nur, wenn unsere Empfangsantennen darauf ausgerichtet sind. Die präzise Einstellung der Antennen ist erlernbar. |
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| Jesus heilt einen Blinden. Geber und Empfänger der Qi-Energie sind entspannt konzentriert. Das Geheimnis jeder Heilung. |
Ein echter Heiler versucht stets mit einem Minimum an Zeit und Aufwand dem Heilsuchenden alle Mittel zur Verfügung zu stellen, die er braucht, um seinen Weg allein weitergehen zu können, das heißt Selbstheilung zu praktizieren. Nur so kann "er" viele Menschen heilen, und das Streben danach zeichnet den wahren Heiler aus.
Heilung ist keine Einbahnstraße. Jeder Heilungsprozess wirkt sich für alle daran Beteiligten heilsam aus.
Sie ist ein Energieaustausch, bei dem "Heiler" und "Geheilter" jeder auf seine Weise geheilt werden. Die Heilenergie selbst kennt gar keinen Unterschied zwischen beiden.
Dies wurde mir vor vielen Jahren schlagartig bei einer Reikibehandlung bewusst. Ich spürte plötzlich einen Energiefluss, den ich in dieser Reinheit und Intensität noch nie in meinem Leben erfahren hatte.
Ich hatte das Gefühl, ein Hohler Knochen zu sein (wie es einmal der berühmte Indianer Fools Crow bezeichnet hat), durch den reines Licht strömte, das die Reikiempfangende und mich durchflutete.
Die Frau war in diesem Augenblick zu absoluter Hingabe bereit und ich war reines Instrument der Heilung. Als wir uns verabschiedeten, wussten wir beide, dass wir nicht mehr dieselben waren, und gingen mit einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit auseinander.
Seitdem ist mir mehr denn je bewusst, wie sehr es bei der Heilung auf Einstellung und Einschwingung der Beteiligten ankommt und wie relativ wenig auf die angewandten Techniken.
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Fools Crow (1890-1989) Er war nicht nur Stammesfürst und spiritueller Führer der Teton Sioux, sondern auch Zeremonienhäuptling und Medizinmann. Fools Crow erreichte ein biblisches Alter und hat selbst die Besetzung von Wounded Knee noch persönlich miterlebt. In einer Vision erhielt er den Auftrag, sein Wissen um die heiligen Traditionen seines Volkes aufzeichnen zu lassen. Er vertritt eine ökologische Spiritualität, die aus dem Herzen der Natur zu stammen scheint und heute auch von Nicht-Indianern wiederentdeckt wird. Seine medizinischen Heilerfolge sind Legende. |
"Medicus curat, natura sanat."
Der Arzt kuriert, die Natur heilt.
(Paracelsus)
Das Phänomen Placeboeffekt ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Geist beim Heilungsprozess eine führende Rolle spielt. Heilung ist also wesentlich Geistheilung und insofern auch Selbstheilung, als es der eigene Geist ist, der die Weichen dafür stellt, dass Körper und Seele gesund werden bzw. bleiben.
Selbstheilung bedeutet jedoch nicht, dass wir uns als ein vom Ganzen abgetrenntes Individuum heilen können. Nachhaltige Tiefenheilung ist nur möglich in der Verbindung des individuellen mit dem kosmischen Selbst. Das Bewusstsein dieser Verbindung ist Urvertrauen, und Urvertrauen ist Selbstliebe als Liebe zum Schöpfer und zur Schöpfung.
Mangel an Liebe zum Ganzen - wovon man selbst ein integrales, unvergängliches Element ist - ist die einzige Krankheit, die uns wirklich bedroht, als ein Unheil, das nicht nur unseren Körper, sondern unsere ganze Existenz infrage stellt.
Sich selbst zu lieben ist der sicherste Schutz gegen die Versuchung, einem fremden Führer mit ausgestrecktem Arm "Heil!" zuzurufen. Selbstliebe bedeutet, sich selbst und die ganze Welt liebevoll zu umarmen. Dass dies selbst in Zeiten des Holocaust möglich ist, hat der Film Das Leben ist schön auf eindrucksvolle Art gezeigt. Uneigennützige Selbstliebe findet ihren Ausdruck in einer Lebensfreude, die durch Krankheit und Leid nicht zu besiegen ist.
Mit der liebenden kosmischen Umarmung als existenzielle Grundhaltung nehmen wir alles Leid an, das uns und anderen schicksalhaft zufällt, und vermeiden es, uns durch Mangel an Selbstliebe zusätzliches Leid aufzubürden. Heilung und Selbstheilung bedeuten nichts anderes, als Selbstliebe im Bewusstsein kosmischer Verbundenheit zu praktizieren.
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