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- Einleitung
- Seite 1
- Liebe als ewiger Augenblick der Freude
- Der spirituelle Pfad: Schleusen und Klippen
- Erfahrungen des Einsseins
- Essenzen mystischer Erfahrung - Erleuchtung und das alltägliche Leben
- Liebe als ewiger Augenblick der Freude
- Seite 2
- Tat twam asi und Wu wei
- Resonanzgesetz - Karma - Bardos
- Das Jenseits - Implizite Ordnung - Nirvana
- Koinzidenz und Kausalität
- Möglichkeit und Wirklichkeit
- Evolution der Liebe
- Einklang mit dem schöpferischen Urprinzip
- Wu wei - Weg der Freude und Gelassenheit
- Tat twam asi und Wu wei
- Anhang: Text aus den Upanishaden - Zitat von Dostojewski - Quellen
Einleitung
Modern sein bedeutet, auf zynische Weise kaltherzig zu sein, andere Lebewesen zu Instrumenten des eigenen Vorteils zu machen. Wer das nicht tut, gilt heute nicht als gut, sondern als dumm. Diese Menschen werden als geborene Opfer für Vampire betrachtet, die sie gierig bis zum letzten Blutstropfen aussaugen wollen. So stehen die "Dummen" vor der Wahl, als gute Menschen zugrunde zu gehen oder selber schlau zu werden, das heißt ihre dolchscharfen Zähne in die Hälse derer zu stoßen, die aus Gier und Verblendung nicht merken, was mit ihnen geschieht, oder die als Liebende eher bereit sind zu sterben, als sich auf den Tanz der Vampire einzulassen.
"Der Mensch kann nicht gut sein und leben.", lautet die Botschaft von Bertolt Brechts Der gute Mensch von Sezuan. Bleibt uns wirklich nur die Alternative zu sterben, oder ein schlechter Mensch zu sein? In Brechts Parabel wird dieses Dilemma dadurch vorläufig gelöst, dass die "gute" Heldin, Shen Te, kurz vor ihrem drohenden Untergang als Shui Ta in ein unerbittliches Männerkostüm schlüpft und überlebensstrategisch so lange "schlecht" wird, bis eine neue Grundlage für das physische Überleben erwirtschaftet ist.
Auf die Frage, warum die gute Shen Te "verreisen" musste, antwortet diese in der Verkleidung des Shui Ta "Weil ihr sie sonst zerrissen hättet!" Brecht bietet uns keine finale Lösung für das von ihm auf den Punkt gebrachte existenzielle Grundproblem des Menschen. Im Epilog fallen die berühmten Worte:
"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen."
In den letzten beiden Zeilen der Parabel fordert der Autor jeden Einzelnen auf, einen guten Schluss für das Stück zu finden:
"Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluß!
Es muß ein guter da sein, muß, muß, muß!"
Wenn überhaupt, kann also den guten Schluss nur jeder für sich selbst finden. Was ich im Folgenden beschreibe, ist kein guter Schluss, sondern ein ewig neuer Anfang, den ich ausgewählt und für mich als gut befunden habe. Für niemand anderen kann er eine Antwort sein, bestenfalls eine Fährte.
Den wenigen, die noch ungebrochen auf den pfadlosen Wegen der natürlichen Spiritualität wandeln, mögen die folgenden drei Sätze Bestärkung sein, und wer dazugehört, kann sich die weitere Lektüre dieser Seite sparen:
Sei eher bereit zu sterben, als in Kauf zu nehmen, dass deine Seele schweren Schaden nimmt.
Liebe auch die Wölfe und Vampire in dir und in der Welt, betrachte ihren Tanz, aber folge ihnen nicht.
Folge der Stimme deines Herzens - auch wenn sie dich in die Einsamkeit führt - und freue dich, wenn dich auch nur ein Gefährte auf deinem Weg begleitet.
Für alle, die im Äußeren ihre Bestimmung suchen - wie etwa im Erfolg, in Institutionen, auf Esoterikmessen oder bei egomanischen Beratern der verschiedensten Couleur - fehlen mir die Worte.
Allen, die auf den Pfaden von Wissen und Macht ihr Urvertrauen und ihre Fähigkeit zur bedingungslosen Liebe verloren haben und denen nichts wichtiger ist, als beides zurückzugewinnen, widme ich dieses Kapitel.
Diese beiden Seiten stellen den Versuch dar, den ursprünglichen Kern der Spiritualität aus den instrumentalisierenden Verfälschungen spiritueller Lehren durch Organisationen und selbsternannte Propheten zu extrahieren. Aus diesem Grunde habe ich den beiden folgenden Seiten die Überschrift Transspiritualität gegeben. Die Quelle eines transspirituellen Lebens befindet sich gleichermaßen diesseits und jenseits aller philosophischen und spirituellen Lehren. Unter Transspiritualität verstehe ich eine geistige Haltung, in der bewusst auf jede Vermittlung zwischen Bedingtem und Unbedingtem verzichtet wird, um das Einssein unmittelbar zu erfahren.
Der Untertitel Die Evolution der Ewigen Liebe erscheint auf dem ersten Blick paradox. Wie kann etwas ewig sein und doch einen Evolutionsprozess durchlaufen? Die westliche Logik (mit Ausnahme der Dialektik) stößt hier an ihre Grenzen. Sie ist nicht in der Lage, die gleichzeitige Wirklichkeit von sich formal widersprechenden Gegensätzen zu begreifen, wie zum Beispiel die Gleichzeitigkeit von Henne und Ei. Nach den Gesetzen der westlichen Logik muss eines von beiden zuerst da gewesen sein, was nichts anderes bedeutet, als dass Leben im logischen Sinne unmöglich ist.
Die östlichen Lehren hatten mit der Henne-Ei-Paradoxie nie ein Problem. Der Begriff des Tao suggeriert beispielsweise, dass alles, was in der Welt der Manifestationen als Gegensatz erscheint, im einheitlichen Urgrund eins ist. Der neueste Stand der streng wissenschaftlichen Physik bestätigt diese Weltsicht, wie die Aussagen führender Quantenphysiker (David Bohm, Heisenberg, Schrödinger, David Deutsch u.a.) belegen. David Bohm geht zum Beispiel davon aus, dass alle Erscheinungen in der manifesten Welt (er nennt sie explizite Ordnung) Wirklichkeiten sind, die aus einem transzendenten, der wissenschaftlichen Forschung unzugänglichen Reich der Möglichkeiten (implizite Ordnung) entstammen. Die hier vertretene These von der Evolution der Ewigen Liebe befindet sich also sowohl im Einklang mit der Dialektik als auch mit der Quantentheorie.
Dennoch sind die hier vorgestellten Überlegungen sehr persönlicher Natur, und nichts liegt mir ferner, als für sie objektive Gültigkeit zu beanspruchen. Ausgehend von eigenen transpersonalen Erfahrungen entwickele ich ein subjektives Bild vom Kosmos, das mir seit einigen Jahren als Orientierungsrahmen dient. In wesentlichen Punkten stimmen die Gedanken aber sowohl mit den Kernaussagen der philosophia perennis überein als auch mit den philosophischen Implikationen der Quantentheorie, wie aus den auf diesen beiden Seiten angeführten Zitaten ersichtlich ist.
Mit der zentralen These, dass der Kosmos eine Evolutionsgeschichte der Liebe ist, betrete ich Neuland und bin mir des spekulativen Charakters dieser Sicht auf Himmel und Erde bewusst. Wenn ich hier den Begriff Himmel verwende, meine ich damit Liebe als einen bewussten Zustand ohne Eigenwillen, der auf Erden immer nur zeitlich begrenzt erlebt werden kann. Als Dauerzustand wäre es der Himmel der Ewigen Liebe.
Durch alle Texte ziehen sich als roter Faden die beiden Fragen:
Was ist Liebe?
Wie kann ich in Liebe, Freude und Gelassenheit leben?
1. Liebe als ewiger Augenblick der Freude
"Liebe als kosmische Evolution? Ist das nicht blanker Zynismus angesichts des Bösen in der Welt, das heute mehr denn je die Oberhand zu gewinnen scheint? Ich habe eher den Eindruck, dass die Liebe vom Aussterben bedroht ist!"
Diese Worte, die mir ein Leser im Jahr 2006 schrieb, bringen ein Lebensgefühl zum Ausdruck, das besonders in den hoch industrialisierten Staaten am Beginn des dritten Jahrtausends weit verbreitet ist.
Wenn ich hier von Liebe spreche, meine ich nicht die Liebe zu bestimmten Personen, Dingen oder Aktivitäten, sondern bedingungslose Liebe, die Robert Musil als Ekstase bezeichnet hat, ein Zustand der raumzeitlosen Freude.
Als irdische Wesen können wir diesen Zustand - wenn überhaupt - nur momenthaft erleben, sind also nur ein kurzer Gast der ekstatischen Liebe. Könnten wir dauerhaft darin verweilen, wären wir im "Himmel der Liebe".
Aufgrund eigener Erfahrungen, die ich während eines mehrstündigen Aufenthalts im "Himmel der Liebe" erleben durfte und über die ich später ausführlicher berichten werde, hat sich mein Eindruck gefestigt, dass die gesamte Schöpfung ein Evolutionsprozess der Liebe ist.
Bereits zuvor hatte ich bei einem Nahtoderlebnis mit ansehen müssen, wie mir unendlich viele Situationen meines Lebens in einem extremen Zeitraffer gespiegelt wurden mit einem gemeinsamen Nenner: Es waren ausschließlich Momente, in denen ich mich als lieblos Handelnder sah. Ich hatte das Gefühl, dass mein ganzes Leben ausnahmslos sinnlos war und einer gerechten, totalen Auslöschung entgegensah. In einem inneren Dialog mit Gott hörte ich mich die Worte sprechen: "Ja, Herr, ich habe den Tod verdient."
In verzweifelter Erwartung meines physischen Todes als totale Finsternis tauchten plötzlich Szenen der bedingungslosen Liebe aus meinem Leben auf. Obwohl es im Vergleich zu den als sinnlos empfundenen Momenten nur wenige waren, hatte ich das Gefühl, als würde sich mein Herz über das gesamte Universum ausbreiten. Ich war mit allem verbunden, was Liebe ist und empfand eine Freude, von der ich überzeugt war, dass sie in alle Ewigkeit durch nichts würde getrübt werden können.
Nie zuvor in meinem Leben war ich mit einer Liebe dieser Qualität in Berührung gekommen. Nachdem ich realisiert hatte, dass ich nicht gestorben war, erwachte in mir ein starkes Bedürfnis, in meinem "geschenkten" neuen Leben die bedingungslose Liebe als Maß aller Dinge zu sehen.
Wenige Stunden nach diesem Erlebnis kam mir der Gedanke, dass es beim realen physischen Tod genauso sein könnte. Es schien mir, dass alles, was aus Liebe geschieht, unsterblich ist, dass Liebe das einzige von uns ist, was das reinigende Feuer des Todes überlebt. Besonders tief beeindruckte mich die Verbindung von Liebe und untrübbarer Freude, was mir die innere Gewissheit gab: Ein Augenblick der Liebe ist ewige Freude.
Mir war schon damals bekannt, dass Erlebnisse dieser Art von "Weltmenschen", insbesondere von Psychiatern, gern in die pathologische Schublade gesteckt werden, weil sie in der Regel nur mit Menschen in Berührung kommen, denen es nicht gelingt, transpersonale Erfahrungen in ihr Leben zu integrieren. Im gelungenen Fall können diese aber zur inneren Gewissheit führen, dass in der gesamten Schöpfung die Flamme der Liebe brennt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass jemand eine transpersonale Erfahrung positiv bewältigt hat, ist der Zuwachs an Lebensfreude, Humor und Gelassenheit.
Ich gestehe, dass ich vor meiner Nahtoderfahrung über das, was ich hier berichte, selber den Kopf geschüttelt hätte. Deshalb erwarte ich auch nicht, dass jemand, dem solche Erfahrungen fremd sind, an meine Darstellungen glaubt. Es geht mir ausschließlich darum, von Erfahrungen zu berichten, die mir persönlich Urvertrauen und Gelassenheit zurückgegeben haben, und Gedanken vorzustellen, die aus diesen Erfahrungen erwachsen sind.
Nietzsche hat nach meiner Einschätzung recht mit seiner Kritik an der Leibfeindlichkeit des Christentums. Wer es auf Erden nicht versteht sich zu freuen, wird es auch im Himmel nicht lernen. Der Kardinalfehler des Christentums scheint mir zu sein, dass es nicht zwischen Freude einerseits und Lust und Schmerz andererseits differenziert. Die Verteufelung des Fleisches führte zu der pathologophilen, masochistischen Identifikation mit dem Jesus am Kreuz, dessen kleine Auferstehung angesichts des großen Kreuzwegs heute wie ein billiges Happy End in einer amerikanischen Hollywood-Schnulze anmutet.
"Schmerz und Lust sind nur entgegengesetzte Pole. Freude besteht darin, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind." (1)
Charlotte Joko Beck
In unserer polaren Welt ist es fast unmöglich, diese Freude kontinuierlich zu empfinden. Sollte es aber einen nicht-polaren Urgrund geben, von dessen Existenz fast alle großen Weisen der Menschheit ausgehen, dann ist dieser kaum anders vorstellbar, als ein dauerhafter Zustand reiner Freude.
"Es ist was es ist sagt die Liebe." In diesem ebenso einfachen wie wahren Satz spricht Erich Fried zweifellos die bedingungslose Liebe an, die auf Erden bisher quantitativ zweifellos einer Übermacht des Eigenwillens gegenüberstand, deren Qualität sich aber dadurch auszeichnet, dass sie unvergänglich ist. Auch wenn sie in dieser Welt nur momenthaft erfahrbar ist, so ist die Liebe als Zustand der ewigen Freude doch ein Zeichen für ein jenseitiges Reich, in dem außer ihr nichts existiert.
Wer im Bewusstsein lebt, dass alles vergängliche Illusion ist, was nicht Liebe ist, der kann als Mensch "die Dinge so nehmen, wie sie sind", kann sagen "Es ist was es ist..." und braucht nicht auf den Tod zu warten, um in Freude zu leben. Er wird das Leid der Welt sehen, aber nicht beklagen, weil er den Schöpfungsprozess einschließlich der Menschheitsgeschichte als kosmische Evolution der Liebe begreift.
In der dualen Welt braucht die bedingungslose Liebe die aus Selbstsucht begangenen Schandtaten, um an ihnen zu wachsen. Gäbe es auf der Erde nur reine Liebe, so gäbe es keine Erde - sie wäre der Himmel. Das Böse dieser Welt ist nur der scheinbar furchtbare, in Wirklichkeit fruchtbare Boden, auf dem die Liebe wächst und gedeiht. Ohne die polaren Prinzipien Yin und Yang würde der Himmel stagnieren und die Engel gelangweilt an ihren Harfen zupfen.
2. Der spirituelle Pfad: Schleusen und Klippen
Wie kann man als Mensch in Freude leben, und wie kann man in den Zustand ewiger Freude gelangen? Das sind nach meinem Verständnis die entscheidenden Fragen des Lebens. Die größten Hindernisse auf dem Weg dorthin sind, etwas erreichen oder etwas bewahren zu wollen.
Auf unserer spirituellen Reise gelangen wir gelegentlich zu verlockenden Häfen, in denen wir in Versuchung geraten, uns niederzulassen, oder finden schöne Buchten, wo wir spontan unsere Zelte aufschlagen. Haben wir das Gefühl, endgültig angekommen zu sein, dann bauen wir unsere neue "Heimat" aus und schützen sie mit Theorien in Form von geistigen und materiellen Befestigungsanlagen. Als Angehörige einer Religion, einer Sekte, einer politischen Partei, eines Vereins oder irgendeiner Ideologie fühlen wir uns relativ sicher und frei.
Der Preis, den wir dafür bezahlen, ist aber ein unglückliches Bewusstsein, das keine andere Wahl hat, als sein Heil in der Instrumentalisierung all dessen zu suchen, worüber es Macht besitzt oder besitzen will.
Wir sind in eine der beiden großen spirituellen Fallen getappt, wenn wir glauben, die Wahrheit gefunden zu haben.
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| Feste Wahrheiten gleichen einer Festung, die permanent verteidigt werden muss. |
Wir haben das Gefühl, den letzten Wahrheiten und dem großen Glück auf der Spur zu sein.
Immer wieder geben wir uns aufs Neue der Illusion hin, der nächste Augenblick möge das enthalten, was der jetzige entbehrt.
Auf dem spirituellen Supermarkt und in religiösen Institutionen finden wir ein unerschöpfliches Reservoir an Heilsversprechen, denen wir mit eben soviel Enthusiasmus wie Naivität auf den Leim gehen. Permanent sind wir auf der Suche nach neuen Identitäten, um immer wieder enttäuscht fest zu stellen, dass keine von ihnen das Glücksversprechen einzulösen imstande ist, das wir in ruheloser Blindheit dort hineinprojiziert haben. Den Kopf voll, aber innerlich leer, haben wir keine andere Wahl als alles, was wir zu fassen kriegen, wie Vampire energetisch auszusaugen.
Wer glaubt, sein Glück oder die Wahrheit gefunden zu haben, ist ebenso auf dem Holzweg wie diejenigen, die glauben, sie suchen zu müssen.
Beide begehen den gleichen Fehler: Sie halten Wahrheit für etwas Festes, etwas das man besitzen könnte.
In Wirklichkeit ist aber die Wahrheit etwas Fließendes, das Leben selbst als Prozess.
Wer an eine bestimmte Wahrheit glaubt, oder sie sucht, koppelt sich vom Leben ab, das immer fließend unbestimmbar ist.
Aus der Quantentheorie (Heisenbergs Unschärferelation) wissen wir, dass es unmöglich ist, gleichzeitig den genauen Aufenthaltsort von einzelnen Quanten und deren Impuls (Bewegungsrichtung) zu bestimmen. Alle Energieformen befinden sich in permanenter Bewegung und in Wechselwirkung mit dem Ganzen.
Ein experimentell bewiesenes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass die subatomaren Energiepartikel sich in "unbeobachtetem" Zustand anders verhalten, als wenn man ein Elektronenmikroskop auf sie richtet. Im Mikrokosmos versagen die exakten Berechnungsmethoden der Wissenschaft:
Wo wir reine Gesetzmäßigkeit vermuteten, scheinen Zufall und Wahrscheinlichkeit zu regieren.
Ergibt sich daraus die Konsequenz, dass wir auf objektive Wahrheiten ganz verzichten müssen?
Ich glaube ja!
Würde diese Haltung zu einer völligen Werteindifferenz, zu einer totalen Gleichgültigkeit gegenüber allem führen?
Ich glaube nein! Im Gegenteil!
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| Leben ist ein fließender Spiegel |
Dem dualistischen Denken, das von einer Trennung von Subjekt und Objekt, von Geist und Materie ausgeht, hat die Quantenphysik wohl endgültig den Garaus gemacht. Die fundamentale Wahrheit, die in der philosophia perennis seit rund 2500 Jahren von den Weisen aller Kontinente entdeckt wurde, lautet:
Alles ist Eins.
Das bedeutet, dass Wahrheit weder gesucht noch gefunden werden kann, sondern nur in jedem Augenblick entweder gelebt oder nicht gelebt wird.
Wahr bin ich, wenn ich mir des Einsseins bewusst bin und im Bewusstsein des Einsseins handle. Die Wahrheit, die ich in diesen Momenten erlebe, ist nichts anderes als das Leben selbst, dem die Aufspaltung in Sein und Bewusstsein fremd ist. Sobald ich zwischen mir und der Welt trenne, steige ich aus dem unendlichen Lebensprozess aus, bin tot bei lebendigem Leibe.
Tod ist Trennung. Leben ist Verbundenheit.
Deshalb offenbart sich uns das Geheimnis des Lebens nur im Zustand der grenzenlosen Verbindung mit allem, was existiert.
Aus den verschiedensten spirituellen Richtungen kennen wir die Beschreibung eines Zustands, bei dem wir in unserem eigenen Körper ebenso präsent sind, wie in der unmittelbaren Umgebung oder - im Extremfall - im ganzen Kosmos.
Die geläufigsten Begriffe dafür lauten:
Versenkung,
Mystische Ekstase,
Permanente Meditation,
Reines Gewahrsein,
Erfahrungen des Einsseins oder der Leere, Erleuchtung usw.
Die meisten dieser Richtungen basieren auf einem breiten spirituellen Überbau mit zahlreichen und oft komplizierten Lehrsätzen, Übungen und sonstigen Anweisungen.
Das verwirrt viele Leute, und nicht wenige bleiben schließlich in diesem Überbau stecken, wie die Anhänger bestimmter Religionen in ihren Dogmen und institutionalisierten, blutleeren Ritualen.
Jede Lehre ist aber nur so gut wie das, was die Leute daraus machen, das heißt wie sie leben.
Würde man die spirituellen Meister aller Zeiten darauf festnageln, die Quintessenz ihrer Lehre in einem Wort zusammenzufassen, was könnte anderes dabei herauskommen als Liebe!
Jede spirituelle Praxis, die mich in die Sphäre der Liebe eintauchen und verweilen lässt, wird begleitet von einer Selbstauflösung aller spirituellen Lehren und Praktiken im Fluss des Lebens selbst.
Was passiert aber, wenn wir uns dem Lebensprozess ungeschützt hingeben, ohne auch nur mit einer einzigen Wahrheit bewaffnet zu sein? Wäre das nicht eine schöne Frage für einen Zen-Meister? Und wie würde er wohl darauf antworten?
Gäbe er uns eine "wahre" Antwort, dann hätten wir die Unschuld vor dem Leben verloren, und diese Wahrheit würde zukünftig zwischen uns und dem Leben stehen. Mit einem Stockhieb wären wir also bestens bedient und sollten dem Meister dafür dankbar sein. Aber um diese spirituelle Pädagogik zu verstehen, muss der Schüler dem Satori schon sehr nahe gekommen sein.
Was ist mit denen, die noch weit davon entfernt sind? Haben sie überhaupt eine Chance, sich nicht am Leben zu hindern durch Suchen und Sammeln von Wahrheiten?
Spirituelle Meister der verschiedensten Richtungen haben zu allen Zeiten betont, wie wichtig der Kontakt zu einem Lehrer auf dem spirituellen Pfad ist. Ohne sich an jemandem unmittelbar orientieren zu können, der lebt, was er lehrt, ist die Gefahr groß, dass man im Fluss des Tao an einer Schleuse stecken bleibt und sich nicht aus eigener Kraft auf die Ebene erheben kann, wo der Fluss seinen natürlichen Lauf fortsetzt.
Wem kein solcher Meister begegnet, dem bleibt nichts anderes übrig, als so viel wie möglich vom Leben selbst zu lernen. Philosophie und Spiritualität können dabei eine wertvolle Hilfe sein. Sie können aber auch zu einem Ballast werden, der uns daran hindert, den entscheidenden Schritt zu tun, nämlich einfach zu leben in Liebe zu uns selbst und zu allen Erscheinungen, denen wir in unserem Leben begegnen. Dieser Schritt ist der schwerste, weil er von uns die vertrauensvolle Hingabe an die absolute Macht verlangt, die den Weltlauf inszeniert und dirigiert.
"Das Unglück ist unser Stehenbleiben beim vorletzten Schritt!" (2)
Robert Musil (weitere Zitate von Robert Musil)
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| Wann immer wir einfach und unmittelbar wahrnehmen, was ist, praktizieren wir Zen. |
Die kopernikanische Wende in der Spiritualität, die uns das Tor zur Transspiritualität öffnet, besteht also im radikalen Verzicht auf alle Theorien über das Leben, das heißt auf alle Lehren und so genannten Wahrheiten, ja selbst auf jegliches Stellen von Fragen. Dies sollten wir der Forschung und Wissenschaft überlassen, deren Aufgabe es ist, immer bessere Rahmenbedingungen für unser physisches und soziales Leben zu schaffen.
Am radikalsten wurde diese Wende vollzogen im Taoismus (insbesondere von Laotse) sowie im Zen-Buddhismus.
Als ein Mönch seinen Meister bat, ihm den Weg zu zeigen, ohne gesprochene Worte zu gebrauchen, soll dieser geantwortet haben:
"Frage mich, ohne gesprochene Worte zu gebrauchen." (3)
Sobald wir den Mund auftun, steigen wir aus dem unmittelbaren Prozess des Lebens aus.
Wäre also Schweigen die Lösung?
Dazu der Zen-Meister Bassui:
"Was du auch sagen magst, ist falsch. Und wenn du nichts sagst, ist es gleichermaßen falsch." (4)
Das Leben drückt sich aus durch alle Erscheinungsformen, die es annimmt, und dazu gehört auch jedes ausgesprochene und geschriebene Wort. Falsch werden Worte immer dann, wenn sie den Anspruch erheben, etwas über das Leben an sich auszusagen und den Anschein zu erwecken versuchen, als stünden sie über dem Leben, statt ein bloßer Ausdruck desselben zu sein.
3. Erfahrungen des Einsseins
Licht bewegt sich mit einer Geschwindigkeit, die es uns als raum- und zeitlos erscheinen lässt. Diese Tatsache hat es seiner Formlosigkeit, seiner kreativen Leere, seinem konsequenten Verzicht auf jegliches Anhaften zu verdanken. Sobald das Licht "auf die Bremse tritt", um irgendeine Gestalt anzunehmen, verwandelt es sich in Materie, die der Quantenphysiker David Bohm einmal als gefrorenes bzw. kondensiertes Licht bezeichnet hat:
"Masse stellt ein Phänomen der Verbindung von Lichtstrahlen dar, die hin und her pendeln. Sie friert diese sozusagen in ein Muster ein. Damit steht Materie für kondensiertes oder gefrorenes Licht." (5)
David Bohm
Als solche taucht es in die Existenzweise von Raum und Zeit ein und ist somit der Vergänglichkeit, das heißt dem Gesetz von Leben und Tod ausgesetzt. Das Licht, das wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, sei es in "gefrorener" Form oder als ein mit rund 300.000 Kilometern pro Sekunde sich fortbewegendes Etwas, ist immer die Erscheinung des Lichtes in unserer manifestierten Welt oder expliziten Ordnung, wie Bohm sie nennt.
Was das Licht in unmanifestierter Form ist oder in der impliziten Ordnung, können wir als irdische Wesen weder wahrnehmen noch erkennen.
Wir können bestenfalls - und das nur unter ganz spezifischen Voraussetzungen - Lichterfahrungen der besonderen Art machen, die über die den Naturgesetzen unterworfenen Lichtphänomene hinausgehen. Dafür muss sich unser Geist für einen Augenblick von seinem manifestierten Vehikel, dem Körper, lösen.
Das ist in so genannten außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen der Fall, in denen Mystiker, Schamanen, Poeten aber auch ganz gewöhnliche Menschen, zum Beispiel bei Nahtoderlebnissen, für eine gewisse Zeit die Dimensionen des begrenzten Bewusstseins verlassen haben. Robert Musil meint dazu in Der Mann ohne Eigenschaften:
"Es gibt einen Zustand in der Welt, dessen Anblick uns verstellt ist, den eben die Dinge manches Mal da und dort freigeben, wenn wir uns in einem auf besondere Art erregten Zustand befinden. Und nur in ihm erblicken wir, daß die Dinge aus Liebe sind." (6)
Was Musil damit gemeint haben könnte, möchte ich am Beispiel des Mondes erläutern. Dem gewöhnlichen Betrachter erscheint dieser in der Regel als planetarische Kulisse, während er für den Wissenschaftler ein Gegenstand der Forschung ist. In beiden Fällen nimmt ein begrenztes Bewusstsein einen vergänglichen Gegenstand wahr, dessen jetzige Form sich spätestens in ein paar Milliarden Jahren aufgrund der Naturgesetze auflösen wird. Dem liebenden Auge öffnet sich dagegen das ewig Mondhafte des Himmelskörpers, dessen physikalische Gestalt dann nur ein Zeichen ist für den Liebesakt, dem der poetische Mond seine Unvergänglichkeit verdankt. Das Wesentliche des Mondes erschließt sich nur dem liebenden Auge.
"Der wirkliche Zustand des Menschen ist der, wo alles Zeichen ist." (7)
Robert Musil
Physikalisch betrachtet ist der Mond "gefrorenes Licht" im Sinne David Bohms; in der Wahrnehmung eines liebesdurchfluteten Herzens ist seine äußere Gestalt aber nur ein Zeichen für seine raum- und zeitlose Präsenz in der ewigen Sphäre von Licht und Liebe. Dem oberflächlichen wie dem forschenden Auge bleibt diese Dimension versperrt; sie öffnet sich allein dem liebenden Herzen, dessen Antennen und Sender auf Lichtfrequenz eingestellt sind.
Wie könnte man das schöner ausdrücken als Saint-Exupéry mit den Worten:
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." (8)
Wir leben nur in den Momenten, wo wir mit dem Herzen sehen. Jeder Augenblick, der am bloßen Schein der Dinge haftet, verfehlt das Wesentliche und blickt in den Spiegel des Todes. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man erst sterben muss, um tot zu sein. Tot sind wir in jedem Augenblick, wo wir nicht mit dem Herzen sehen. Dann nämlich blickt das kalte Auge in das tiefgefrorene, zerfallende Licht, das sich vom Licht der Liebe abgespaltet hat.
Wenn es sich so verhält, warum sehen wir Menschen dann so selten mit dem Herzen? Der Grund dafür ist einfach: Wir neigen dazu, uns wesentlich mit dem Teil von uns zu identifizieren, der vergänglich ist, das heißt mit unserem Körper. Erst wenn wir dessen Endlichkeit akzeptiert haben, können wir gelassen leben.
Gelassenheit ist Einsicht in die Vergänglichkeit.
Der Lohn dieser Einsicht ist die Entdeckung des Unvergänglichen in uns wie in allen Dingen, das Gewahrsein, dass das Wesentliche der Dinge aus Liebe ist, wie Musil es formuliert hat. Seiner Einschätzung nach können wir diese Erfahrung machen, "wenn wir uns in einem auf besondere Art erregten Zustand befinden", das heißt in einem ekstatischen Zustand oder Gipfelmoment.
Wenn uns solche Erfahrungen aber fremd sind:
Wie können wir in außergewöhnliche Bewusstseinszustände gelangen?
Wie können wir zu Gipfelerlebnissen kommen, in denen wir nur noch mit dem Herzen sehen?
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| Licht Verbindung zwischen Himmel und Erde |
Gipfelerlebnisse kann man nicht willkürlich herbeiführen, im Gegenteil:
Die hingebungsvolle Absichtslosigkeit ist eine notwendige Bedingung für ihr Auftreten. Sie konfrontieren uns mit der ernüchternden Tatsache, dass unser Leben zwischen den Gipfeln aus Tälern besteht.
Statt nach ekstatischen Erfahrungen des Einsseins zu schielen, sollten wir deshalb lieber gar nicht erst versuchen, aus dem Fluss des Lebens auszusteigen, und stattdessen ein Gewahrsein entwickeln, das uns möglichst dauerhaft im Bewusstsein des Einsseins verweilen lässt.
Auf dem Weg dorthin können Gipfelerlebnisse, die durch Mark und Knochen gehen, dennoch für uns von großer Bedeutung sein, da wir durch sie etwas über die Rahmenbedingungen in Erfahrung bringen können, die mit Erlebnissen des Einsseins einhergehen. Darüber hinaus lassen sie uns am Zauber des Lebens teilhaben und wecken in uns das Verlangen, immer öfter mit dem Herzen zu sehen oder anders ausgedrückt, im Einklang mit dem Tao zu leben.
Aus diesen Gründen weiche ich hier ausnahmsweise von meinem Prinzip ab, nichts über persönliche Gipfelerlebnisse öffentlich preiszugeben.
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| Dieser Berg im österreichischen Mieming bot mir die äußere Kulisse für ein tief greifendes Gipfelerlebnis, das ich kurz vor dem schamanistischen Ritual hatte. |
Während eines schamanistischen Rituals in Amsterdam erlebte ich Folgendes:
Nach mehrstündigen rituellen Vorbereitungen gelange ich in einen tranceartigen Zustand. Zu keinem Zeitpunkt verliere ich mein Körperbewusstsein, obwohl mein Geist sich völlig von meinem Körper getrennt zu haben scheint.
Ich gebe hier nur beispielhaft einzelne Sequenzen wieder, da selbst die wenigen, an die ich mich erinnern kann, ein Buch füllen würden, wenn ich sie detailliert beschriebe.
Jede dieser Sequenzen dauerte in "Realzeit" nur wenige Sekunden.
"Ich erlebe den Tod von Millionen Soldaten aus den verschiedensten Zeitepochen und Erdteilen. Ich habe das Gefühl, jedes einzelne Gesicht zu kennen und den Tod jedes Einzelnen mit zu sterben. Die Gesichtsausdrücke decken das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen ab, von äußerst friedlich bis schmerzverzerrt."
"Ich erlebe Millionen von Zeugungsakten und sehe die Kinder, die daraus entstehen, aufwachsen, leben und sterben. Bei jedem Aufflackern eines Gesichts habe ich das Gefühl, den momentanen emotionalen Zustand der Leute nach zu empfinden. Es sind wiederum Menschen aus allen Zeiten und Regionen, wobei auffallend viele Indianer darunter sind."
"Ich erlebe wie in einem an Lichtgeschwindigkeit grenzenden Zeitraffer Wachstum und Zerfall der - wie mir scheint - gesamten Erdvegetation von den Anfängen bis heute, allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge. Manche Pflanzen und Bäume sehe ich klar vor Augen, andere nur schemenhaft."
"Ich reise durch unzählige Galaxien, sehe Sterne entstehen und vergehen, tauche ein in Sphären reinen Lichts und totaler Dunkelheit. Permanent höre ich Sphärenmusik, die mir vorkommt wie singendes Licht."
"Zwischendurch habe ich immer wieder das Gefühl, Bilder zu sehen, die sich gerade im Geist einzelner anderer Ritual-Teilnehmer spiegeln. Wie sich später herausstellen sollte, hatte mich dieses Gefühl nicht getäuscht."
Zu keinem Zeitpunkt konnte oder wollte ich während des Rituals meine Erlebnisse steuern. Und trotzdem fühlte ich mich so frei wie nie in meinem Leben.
Einige Tage nach dem Ritual schrieb ich in mein Tagebuch:
"Es war ein Zustand permanenter, untrübbarer Freude."
Selbst bei den "schrecklichsten" Dingen, die ich sah, wie etwa verzweifelte und anklagende Grimassen von Sterbenden, empfand ich eine beständige Freude, von der ich das Gefühl hatte, sie könne durch nichts auf der Welt eingetrübt werden.
Ebenso hatte ich nie das Bedürfnis, bei irgendwelchen schönen Dingen - wie etwa Körper von vollendeter Schönheit - verweilen zu wollen, wohl weil der Zustand, in dem ich mich befand, selbst die vollendete Schönheit war. So gab es kein Anhaften. Alles, was ich wahrnahm, war gleichzeitig Bild und Klang, ohne dass ich dazwischen hätte unterscheiden können.
Schon wenige Tage nach diesem Ritual wurde das Leben für mich zur Hölle. Alte unaufgelöste Anhaftungen forderten radikal ihren Tribut.
Was ich im Ritual erlebt hatte, gab mir aber die Kraft, diese Hölle durchzustehen, ohne die Freude am Leben zu verlieren.
Mein Urvertrauen wurde auf eine harte Probe gestellt und ist schließlich daran gewachsen.
Jenseits aller Grenzen, an die ich auch heute noch stoße, und aller Höllenlandschaften, die ich durchschreite, weiß ich jetzt um die Präsenz des Himmels als ewige Gegenwart.
Vor dieser rituellen Gipfelerfahrung hatte ich bereits eine Reihe von Erfahrungen des Einsseins, die - wie jeder, der sie erlebt hat, weiß - nur bedingt kommunizierbar sind, da das Eigentliche an ihnen nicht mit Worten auszudrücken ist.
Wenn ich im folgenden dennoch eines dieser Erlebnisse beschreibe, geschieht das nicht mit der Absicht, irgendetwas beweisen zu wollen, sondern um zu zeigen, wie sie sinnvoll in das alltägliche Leben integriert werden können.
Die äußere Handlung lässt sich in einem Satz beschreiben:
Ich sitze in einem Zustand der bedingungslosen, liebevollen Hingabe in einer malerischen Heidelandschaft, und ein Schmetterling lässt sich innerhalb weniger Minuten etwa sieben Mal auf meinem Herzen nieder, bis sich seine Gestalt vor meinem geistigen Auge schließlich in meine verstorbene Mutter verwandelt.
Hier das Erlebnis als Gedicht:







